Fleetwork trainer "fwt"

Der Fleetwork trainer fwt ist ein Simulator, der zur Ausbildung von Radarnavigatoren dient. Wohl seit Admiral Nelsons Zeiten gibt es bestimmte Flottenmanöver (Formationswechsel), die die Besatzungen in einer vorgegebenen Zeit absolvieren müssen. Diese Manöver mit realen Schiffen zu fahren ist naturgemäß sehr aufwändig und teuer - falls man überhaupt genug Schiffe auftreiben kann, man denke nur an einen Geleitzug. Ein ideales Einsatzgebiet für einen Simulator also.

Der Ausbilder erstellt zunächst ein Anfangsszenario. Dazu wählt er das Seegebiet und die Anfangsdaten (Schiffstyp, Position, Kurs, Geschwindigkeit) der Fahrzeuge und ordnet sie der roten oder der blauen Gruppe und den Cubicles zu.

Zur Durchführung der Übung wählt der Ausbilder dann eines der vorbereiteten Ausgangsszenarien und die zu aktivierenden Cubicles aus. Es könnte ja sein, dass nicht alle Besatzungen angetreten sind.
Schiffe, die keinem oder einem nicht besetztem Cubicle zugeordnet sind können während der laufenden Übung vom Ausbilder "geentert" werden, um dort die nötigen Manöver zu fahren.

Der Ausbilder kann der roten und der blauen Gruppe getrennte Flaggensignale zeigen, die diese bestätigen müssen. Der Ausbilder erhält so auf seinem Schirm eine Rückmeldung, daß die Flaggensignale auch wirklich von den einzelnen Besatzungen verstanden worden sind (siehe Screenshot Ausbilder und Screenshot student).

Jede Besatzung fährt das eigene Schiff und sieht die Manöver der anderen Schiffe auf dem Radarbild. Die Besatzungen können über head sets mit den Mitgliedern der eigenen Gruppe kommunizieren - rot und blau getrennt. Der Ausbilder kann sich wahlweise in die rote oder blaue Gruppe einklinken.
Der Ausbilder kann sich auch die Anzeigen der jeweiligen Besatzungen auf seine Workstation holen und diese so direkt überwachen und beraten.

Die gesamte Übung wird sekundengenau mit sämtlichen Aktionen der Besatzungen protokolliert und kann in einem sogenannten Debriefing in einem gemeinsamen Schulungsraum über einen Beamer nachvollzogen werden. Dabei ist ein Zeitraffer ebenso möglich wie ein Hin- und Herspringen, um gezielt die neuralgischen Zeitpunkte anzusteuern.

Der Ausbilder kann die Benutzung von elektronischen Hilfen ermöglichen, etwa die Anzeige des Kursvektors der anderen Fahrzeuge, ein track log und weiteres mehr.
Die Besatzungen ihrerseits können die Radarreichweite umschalten, vom relativen (Radar auf dem Schiff) in den absoluten Betrieb umschalten (Radar "auf einer Boje", das eigene Schiff fährt weg). Sie können Fahrzeuge als freundlich oder feindlich markieren und Markierungen absetzen (siehe Screenshot).


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Letzte Änderung: 19.05.2019 17:48